Daytona 500 – Ein besonderes Erlebnis

Geschrieben am 12.03.2017
von Florida Inside Team

Florida Inside besucht den Start der berühmten Nascar Series, die Daytona 500.

Eigentlich fliegen wir ja meist eher im Mai oder im frühen Herbst nach Florida. Im Mai, weil wir finden das es die optimale Reisezeit für Florida ist, nicht zu heiß und eher eine geringere Luftfeuchtigkeit oder das gleiche im Oktober.

Aber dieses Jahr sollte es ein bisschen anders sein, denn wir haben vor diesmal wenn alles klappt zweimal zu fliegen. Da aber sonst die Abstände zu gering sein würden wenn wir bei Mai und Oktober bleiben würden, kam schnell der Entschluss… warum nicht schon im Februar. Dem nassen und kalten Deutschland entfliehen und die Sonne und Wärme genießen.

Die Flüge und das Hotel waren also schnell gebucht. Da wir Orlando lieben und dies auch sehr zentral liegt um verschiedene Ausflüge zu machen, blieben wir für die 2 Wochen in einem Hotel.

Die Wahl fiel auf das Grand Villas Resort, super gelegen, alle Zimmer mit Balkon und Küche. Perfekt für zwei Wochen. Da wir gerne in Florida Auto fahren, macht es uns auch nichts aus mal 1,5 Stunden Richtung Strand oder auch zu den anderen Ausflugszielen zu fahren. Dies aber nur am Rande einmal erzählt.

Natürlich war uns auch schnell klar als wir gebucht haben, Februar = Daytona 500. Ein Traum jedes Motorsports interessierten (laut meinem Mann )

Also, musste dies natürlich auch auf dem Plan stehen bzw. auch umgesetzt werden. Und darüber möchte ich euch gerne berichten.

Nachdem alles soweit gebucht war und der Plan fest stand, mussten natürlich erst einmal die Tickets für das besondere Event gekauft werden. Doch wo kaufen? Und wo überhaupt am besten sitzen?

Dann der erste kleine Schock…. Viele Karten sind bereits verkauft und überhaupt… richtig günstig ist das ganze ja nicht gerade.

Da ich ein wenig überfordert war, musste ich mir Hilfe holen…. Und dies am besten bei den „Profis“. Es entstand ein super netter Kontakt zwischen einem sehr Hilfsbereiten Mitarbeiter des Daytona Speedway und mir. Viele Fragen wurde in Ruhe beantwortet sodas die Tickets auch schnell gebucht werden konnten.

Unser Printticket für die Daytona 500.

Wir haben uns dafür entschieden direkt über die Speedway Seite zu buchen, denn hier kann man direkt sehen wie die Sicht auf die Rennstecke auf dem gewünschten Platz ist.

Eine super Sache. 🙂

Wir haben uns nicht für die billigste aber auch nicht für die teuerste Kategorie entschieden und im Nachhinein auch sehr zufrieden mit den Plätzen gewesen.

Das Ticket pro Person lag bei 220 EUR, ein wie ich finde sehr stolzer aber lohnenswerter Preis.

Natürlich gibt es auch noch günstigere Tickets, die aber weiter am Rand auf der Tribüne waren und somit relativ weit vom eigentlichen geschehen sind. Denn eins kann ich vorab verraten… gerade vor Beginn des Rennens findet in der Mitte relativ viel statt. Auch gibt es für 99 EUR das „Fan Ticket“. Bei diesem Ticket hat man Eintritt in die FAN Zone welche direkt hinter den Boxen liegt, somit im Innenbereich der Rennstrecke. Nachteil dabei ist, dass man nicht komplett die Sicht auf die Rennstrecke erhält.

Nachdem alles geklärt und gekauft war, mussten wir nur noch auf den Tag „warten“.

Am 26.02.2017 war endlich der Tag gekommen. Früh morgens um 07 Uhr klingelte der Wecker, wir haben ja noch schließlich ca. 1 Stunde fahrt vor uns und wir wussten ja auch nicht wie voll es evtl. auf den Straßen rund um Daytona werden würde.

Also, schnell frühstücken, fertig machen und los ging es auf die I-4.

Die Fahrt verlief eigentlich ohne weitere Störungen, erst als wir von der Autobahn fuhren standen wir auch schon kurz dahinter im Stau. Sehr zögerlich ging es voran…. Aber wir hatten ja noch zum Glück genügend Zeit, um 10 Uhr waren wir in Daytona und das Rennen sollte um 14 Uhr starten.

Direkt an der Straße standen bereits die ersten Händler die entweder Karten kauften oder auch versuchten diese wieder an den Mann zu bringen. Ob das wirklich vertrauenswürdig ist, kann ich nicht sagen… ich würde die Finger davon lassen.

Daytona International Speedway Eingangsbereich

Eigentlich dachte ich bis dato, das in Florida alles reibungslos stattfindet… man wird zum Parkplatz geleitet und auch eingewiesen, wie z.B. bei den Theme Parks. Aber das ist in diesem Fall leider nicht so gewesen. Es wurden Parkplätze direkt vor den verschiedenen Geschäften extra geschaffen. Der eine wollte 30 Dollar, der andere auch 40 oder 50 Dollar für das Parken haben. Erst versuchten wir es noch ein bisschen günstiger zu erhalten, aber das konnten wir schnell vergessen. Wir entschieden uns für einen 30 Dollar Parkplatz mit ca. 5 min. zu Fuß zur Rennstrecke.

Hier ein kleiner Tipp… Parkt nicht einfach vor irgendeinem Restaurant oder Geschäft, denn nur wer bezahlt erhält auch einen „Ausweis“ das man gezahlt hat und auch zum Rennen geht, es sind genügend Abschleppunternehmen unterwegs.

Schon direkt vor der dem Einlass ist einiges los, viele verschiedene Anbieter stellen ihre Produkte zur schau, viele Möglichkeiten an Gewinnspielen teil zu nehmen. Es ist sogar eine kleine Teststrecke aufgebaut wurden. Da wir aber unbedingt mitten in das Geschehen wollten und auch nichts zu verpassen, haben wir uns nur schnelle ein T-Shirt gekauft und sind sofort rein gegangen.

Blick auf die Stände außerhalb des Speedways.

Ca. 2 Stunden vor Beginn waren wir also bereits auf der Tribüne. Zwar verging die Zeit relativ schnell, aber noch einmal würde ich es persönlich nicht so machen. Es reicht wenn man ca. 1 Stunde vorher vor Ort ist, dann bekommt man noch genug mit. Online gibt es auch einen Zeitplan um nichts zu verpassen.

Aber endlich war es soweit, die Fahrer wurden vorgestellt, eine Band spielte Live Musik und dann folgte auch schon die Nationalhymne.

Auf dem Punkt zum Ende der Nationalhymne kamen die Jets.

Wow, das erste mal Gänsehaut und einen Kloß im Hals. Als dann auch noch die Jets über uns hinweg flogen, musste ich mir auch eine kleine Träne verdrücken.

Was für ein Erlebnis / Gefühl.

Direkt danach konnte auch Owen Wilson der Grand Marshal den Berühmten Satz sagen: „Drivers start your engines“…..

Ich kann nur sagen GEIL!!!!

Owen Wilson als Grand Marshal bei der Daytona 500.

Der eigentliche Start erfolgt dann relativ unspektakulär. Direkt nach der Einführungsrunde geht es schon los. Runde für runde, direkt am Hintern des Vordermanns … und dann der erste Crash … leider ist mein Favorit betroffen … Kyle Bush mit seinem M&M Auto. 🙁

Das bei dieser Geschwindigkeit nicht mehr passiert ist ein Glück… das Auto war total zerstört. Und somit war auch gleich die erste Safety Car Phase bzw. Pace Car Phase, die wir für eine Raucherpause nutzten.

Daytona 500 – Das Rennen ist vollem Gange.

Da es uns zu Heiß auf unseren Plätzen wurde, stellten wir uns wo anders hin und schön im Schatten. Ich fand es ja schon auf unseren Platzen sehr laut, aber weiter unten war es noch lauter. Sollte man mit Kindern ein Nascar Rennen besuchen, unbedingt an Ohrenschützer denken! Leider sollte auch Kai’s Favoritin Danica Patrick aus dem Rennen aussteigen… der nächste Unfall 🙁 Zum Glück ist auch hier nichts passiert. Aber es ist schon beeindruckend wie schnell die Mannschaft die Strecke wieder sauber machen. Ratzfatz geht es auch schon wieder weiter.

Ca. 50 Runden vor Schluss sind wir wieder zurück zu unserem Auto gegangen, wir wollten in Ruhe und ohne Stress wieder zurück fahren. Denn wenn erstmal alle los düsen, ist das Chaos vorprogrammiert.

Der Gewinner des Rennens war Kurt Bush.

Hier noch unser Video Blog:

Unser Fazit:

Echt empfehlenswert!!! Wer im Februar vor Ort ist, sollte sich das Rennen nicht entgehen lassen. Noch ein Tipp am Ende: Ihr könnt kühle Getränke mitbringen, so müsst ihr nicht die „teuren“ vor Ort kaufen.